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Psychosoziale Beratung BPr Neuigkeiten Wut als Botschaft: Was Kinder uns in der Beratung zeigen

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Mittwoch, 11.03.2026

Wut als Botschaft: Was Kinder uns in der Beratung zeigen

Systemische Beratung bei Kindern- und Jugendlichen

Foto: UNI for LIFE

Beratung bei Kindern und Jugendlichen funktioniert nicht wie bei Erwachsenen. Andere Motivation, anderes Gehirn, andere Spielregeln. Was das konkret bedeutet und warum ein Wutausbruch für ein Kind manchmal die cleverste Lösung der Welt ist, haben die Teilnehmer:innen des Bachelorstudiums Psychosoziale Beratung in Graz bei unserer Vortragenden, Elisabeth Günther, gelernt.

Kinder in der Beratung

In die Beratung bei Lebens- und Sozialberater:innen kommen Erwachsene häufig mit dem Wunsch, etwas zu verändern, mit der Motivation, diese Veränderung selbst in die Hand zu nehmen, und mit einer grundsätzlichen Offenheit gegenüber neuen Perspektiven. Wenn es um die Beratung von Kindern oder Jugendlichen geht, schaut das oft anders aus. Wenn beispielsweise ein Kind im Kindergarten wiederholt Lärm macht und wütend wird, sind es in der Regel die Elementarpädagog:innen und die Eltern, die ein Interesse daran haben, das Verhalten zu verändern – und nicht das Kind selbst. Aber nicht nur die Motivation unterscheidet Kinder und Jugendliche von Erwachsenen: Sie denken und kommunizieren auch grundlegend anders.

Warum Kinder anders ticken

Bei Kindern sind jene Hirnstrukturen, die für Impulskontrolle, vorausschauendes Handeln und Emotionsregulation zuständig sind noch in Entwicklung. Parallel sind emotionale Reaktionssysteme bereits sehr aktiv. Wer in der Beratung mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, sollte daher bedenken, dass deren Aussagen und Reaktionen nicht mit dem Maßstab von Erwachsenen gemessen werden können. Kinder kommunizieren oft direkter und ungefilterter, ohne sich dabei strategisch in einem bestimmten Licht präsentieren zu wollen. In der Beratung gilt es neugierig und offen zu bleiben und gemeinsam mit dem Kind zu erkunden, welche Bedeutungen hinter bestimmten Aussagen oder Verhaltensweisen stehen könnten. Eine Antwort wie „Süßigkeiten“ auf die Frage nach etwas besonders Schönem kann beispielsweise auf Belohnung, Trost oder Geborgenheit hinweisen. Damit Kinder sich öffnen können, braucht es einen Beratungsrahmen, der Sicherheit, Leichtigkeit und Vertrauen vermittelt.

Kinder und Eltern verstehen

Um tragfähige Beziehungen zu Kindern aufzubauen und ihre Perspektive besser zu verstehen, ist es hilfreich, sich an grundlegenden psychologischen Bedürfnissen zu orientieren: Kinder profitieren typischerweise davon, wenn sie sich als selbstbestimmt, kompetent und zugehörig erleben. Das kann sich zeigen im Wunsch, bei Entscheidungen mitwirken zu dürfen, Neues zu lernen, sowie Erlebnisse mitzuteilen und gemeinsam zu reflektieren. Bezugspersonen, die echtes Interesse zeigen und konkrete, respektvolle Rückmeldungen geben, unterstützen damit die Kompetenz und das Selbstwirksamkeitserleben des Kindes. Für Berater:innen ist es ebenso hilfreich zu verstehen, was Eltern und Bezugspersonen typischerweise bewegt: Sie wünschen sich eine positive Beziehung zu ihrem Kind, konstruktive Rückmeldungen zu dessen Entwicklung und Orientierung darüber, wie sie gute Zukunftschancen fördern können.

Systemische Beratung

Die systemische Perspektive richtet den Blick auf Wechselwirkungen innerhalb eines sozialen Systems. Verhalten entsteht immer im Zusammenspiel von Beziehungen, Erwartungen und Reaktionen der beteiligten Personen. 

Aus systemischer Sicht ist das, was für Außenstehende als Problem erscheint (z. B. ein Wutausbruch), für das Kind ein Lösungsversuch, innerhalb dieses Systems ein Bedürfnis auszudrücken oder eine Situation zu bewältigen – eine Strategie, die in der Vergangenheit möglicherweise eine hilfreiche Funktion erfüllt hat, etwa Aufmerksamkeit zu bekommen oder Spannungen zu reduzieren. Das bedeutet nicht, dass man ungünstiges Verhalten so hinnehmen soll, wie es ist. Es bedeutet, dass ein grundlegendes Verständnis für auf den ersten Blick nicht angemessenes Handeln wichtig ist.

Musterunterbrechungen

Veränderung entsteht in der systemischen Beratung, indem diese Muster gemeinsam erkannt und neue Handlungsmöglichkeiten entwickelt werden. Das gelingt nicht durch Belehrung, sondern durch Kooperation: Berater:innen verstehen ihre Klient:innen als Expert:innen ihrer Lebenswelt. Bereits kleine Veränderungen im Verhalten einzelner Beteiligter können neue Dynamiken im System anstoßen und damit neue Möglichkeiten im Umgang miteinander eröffnen. 

 

In Partnerschaft mit FutureNet wird die Ausbildung zur Lebens- und Sozialberatung in Graz mit dem Methodenschwerpunkt der systemischen Beratung angeboten. Mehr zu dieser Möglichkeit

Tipp: Online-Infosession: 

Informieren Sie sich bei unserer kostenlosen Online-Infosession im Zuge des Online-Infodays am 16. April 2026 von 16.30 bis 17.15 Uhr über das Bachelorstudium in Graz. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, warum systemisch lösungsfokussierte Kommunikation eine Auswirkung auf die Volksgesundheit hat.

Hier geht es zur Anmeldung zur Online-Infosession

Weitere Artikel

Permanent neugierig

Am Freitag, dem 17. Oktober, startete das Bachelor-Upgrade Psychosoziale Beratung erstmals in Graz. Ein großer Schritt für alle Teilnehmer:innen, die sich für diesen Weg entschieden haben. Die Atmosphäre beim Auftakt war geprägt von Aufbruchsstimmung, gegenseitiger Wertschätzung und einer spürbaren Vorfreude auf die nächsten eineinhalb Jahre.

Fünf Standorte, unzählige Möglichkeiten

Egal, ob Sie in Innsbruck, Linz oder Graz zuhause sind und egal, ob Sie schon Lebens- und Sozialberater:in sind, die ihr Wissen vertiefen möchte oder erst neu in dieses Feld starten – wir haben die passende Weiterbildung. Ein Überblick über Ihre Möglichkeiten.

Im Westen viel Neues

Gute Nachrichten für alle, die in Tirol durchstarten wollen: 2026 starten sowohl das Bachelor-Upgrade, als auch das Bachelorstudium Psychosoziale Beratung in Innsbruck – und beide mit spannenden Schwerpunkten.

Von der Freude, Menschen helfen zu können

Unterstützung in schwierigen Lebenssituationen und Hilfe bei persönlicher Weiterentwicklung, sei es im privaten Bereich oder im beruflichen Kontext - das Tätigkeitsfeld von Lebens- und Sozialberater:innen ist breit gefächert. Auch die Beratungsmethoden sind vielfältig. Beim Bachelorstudium Psychosoziale Beratung in Graz kann man sich ab Herbst auf den sinnzentrierten Ansatz nach Viktor Frankl vertiefen. Klaus Gstirner von der Europäischen Akademie für Logotherapie – Universitär (EALU) gibt Einblicke ins Studium, die Möglichkeiten und den Beruf "Lebens- und Sozialberater:in".

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