Systemische Beratung
Bachelor-Upgrade in Wien
Wie kann ich als Lebens- und Sozialberater:in einen Bachelorabschluss erwerben?
Wenn Sie bereits über eine Gewerbeberechtigung als Lebens- und Sozialberater:in verfügen, können Sie mit dem Bachelor-Upgrade Psychosoziale Beratung in Graz auf Ihrer bisherigen Ausbildung und Berufserfahrung aufbauen. Das Studium verbindet Ihre praktischen Kompetenzen mit wissenschaftlichem Fachwissen und führt zu einem akademischen Bachelorabschluss auf NQR-Level 6.
Damit Sie nicht bei null beginnen müssen, werden Ihre vorhandenen Qualifikationen und beruflich erworbenen Kompetenzen in einem individuellen Validierungsverfahren geprüft und berücksichtigt. Je nach Ergebnis absolvieren Sie mindestens 80 ECTS und schließen das Studium mit der Bachelorprüfung ab. So können Sie Ihre fachliche Expertise erweitern und an den neuen Ausbildungsstandard in der Psychosozialen Beratung anknüpfen.
Welche beruflichen und akademischen Möglichkeiten eröffnet das Bachelor-Upgrade Psychosoziale Beratung?
Mit dem Bachelor Professional in Psychosozialer Beratung erweitern Sie nicht nur Ihre fachlichen Kompetenzen, sondern schaffen auch die Grundlage für weitere akademische Qualifikationen. Der Abschluss ermöglicht Ihnen bei Erfüllung der jeweiligen Zulassungsvoraussetzungen den Zugang zu fachlich anschließenden Masterstudien, etwa zum seit 2026 angebotenen Masterstudium Psychotherapie. Auch ein späteres Doktoratsstudium ist bei entsprechendem Studienverlauf und erfüllten Zulassungsvoraussetzungen möglich.
Das Bachelor-Upgrade Psychosoziale Beratung in Wien ist in das reguläre Bachelorstudium Psychosoziale Beratung integriert. Sie besuchen Lehrveranstaltungen gemeinsam mit anderen Bachelorstudierenden und profitieren vom Austausch unterschiedlicher beruflicher Hintergründe. Dabei bringen Sie Ihre Erfahrung aus der Lebens- und Sozialberatung ein, lernen neue wissenschaftliche Ansätze kennen und gewinnen zusätzliche Perspektiven für Ihre Beratungspraxis.
Facts im Überblick
Dauer
4 Semester, berufsbegleitendUmfang
mind. 80 ECTS, abhängig von Anerkennungen von VorleistungenOrt
WienKosten
EUR 9.200,–+ ca. EUR 1.500,– (Gruppenselbsterfahrung sowie Einzel- und Gruppensupervision)
+ EUR 250,– für das Zulassungsverfahren
Sprache
DeutschAbschluss
Bachelor Professional (BPr)Fristen
Starttermin
15. Oktober 2027Anmeldeschluss
29. Juli 2027Lehrgangsinhalt
Die allgemeinen Grundlagen und Rahmenbedingungen jedweder Beratung sind fix und für alle Standorte gleich. Mehr zum Aufbau dieses Teils finden Sie hier.
Die systemische Beratung richtet den Blick nicht nur auf ein Problem, sondern vor allem auf mögliche Lösungen und neue Handlungsspielräume. Im Mittelpunkt steht die Überzeugung, dass Menschen selbst über wichtige Ressourcen verfügen, um Veränderungen anzustoßen und eigene Lösungswege zu entwickeln.
Berater:innen begegnen ihren Klient:innen dabei auf Augenhöhe. Statt fertige Ratschläge zu geben, begleiten sie den Beratungsprozess mit gezielten Fragen, neuen Perspektiven und passenden Methoden. Dabei werden auch Beziehungen, das persönliche Umfeld und bestehende Verhaltensmuster berücksichtigt. Ziel ist es, individuelle Lösungsstrategien zu erarbeiten, die nicht nur in der aktuellen Situation helfen, sondern auch bei zukünftigen Herausforderungen genutzt werden können.
Mehr erfahren Sie hier
Im Berufsalltag entstehen immer wieder Situationen, in denen es hilfreich ist, Abstand zu gewinnen und das eigene Handeln aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Supervision bietet Einzelpersonen, Teams und Organisationen einen professionellen Rahmen, um berufliche Erfahrungen zu reflektieren, Herausforderungen besser zu verstehen und gemeinsam neue Lösungswege zu erarbeiten.
Dabei geht es nicht nur um konkrete Probleme, sondern auch um die eigene berufliche Rolle, zwischenmenschliche Beziehungen und Dynamiken innerhalb von Teams und Organisationen. Ein wichtiger Bestandteil ist die sogenannte Metaperspektive: Sie ermöglicht es, gewohnte Denk- und Verhaltensmuster mit etwas Abstand zu betrachten, Zusammenhänge zu erkennen und die eigene berufliche Identität bewusst weiterzuentwickeln.
Die eigene Beratungspraxis zu reflektieren und persönliche Erfahrungen bewusst einzuordnen, ist ein wichtiger Teil der professionellen Weiterentwicklung. Im Bachelor-Upgrade Psychosoziale Beratung bieten Selbsterfahrung und Supervision die Möglichkeit, eigene Denk- und Verhaltensmuster besser zu verstehen, neue Perspektiven zu gewinnen und die Arbeit mit Klient:innen gezielt weiterzuentwickeln.
Am BFI Wien wird die Gruppenselbsterfahrung im Rahmen einer Sommerwoche angeboten und ist im regulären Bachelorstudium über die ersten fünf Semester verteilt. Die Gruppensupervision begleitet die praktische Beratungstätigkeit in unterschiedlichen Settings. Für Einzel-Selbsterfahrung und Einzelsupervision können Studierende zudem auf qualifizierte Berater:innen des BFI Wien zurückgreifen. Welche Praxisanteile im Bachelor-Upgrade noch erforderlich sind, wird im individuellen Validierungsverfahren geklärt.
Verschränkte Stundenplanung
Dieses Bachelor-Upgrade ist vollständig in das Bachelorstudium Psychosoziale Beratung in Wien integriert. Die Lehrveranstaltungen des Upgrades sind im Stundenplan des Bachelorstudiums hellblau.
Auch unsere KOMPAKT- und Expert-Angebote sind Teile des Bachelorstudiums, die extra angeboten werden. In manchen Ihrer Lehrveranstaltungen, werden demnach mehr Personen dabei sein, als in anderen.
Weitere Informationen
Zielgruppe
- Personen mit aufrechtem Lebens- und Sozialberatungs-Gewerbe nach „altem“ Gewerberecht
- Personen mit allen Nachweise für den Zugang zum Lebens- und Sozialberatungs-Gewerbe nach „altem“ Gewerberecht, die diese Profession ausschließlich in einem Dienstverhältnis ausüben (und daher keinen Gewerbeschein gelöst haben)
Zulassung
- positive Absolvierung eines persönlichen Zulassungsgesprächs
- eine einschlägige berufliche Qualifikation oder eine facheinschlägige Tätigkeit/Berufserfahrung im Ausmaß von mindestens 2 Jahren
- und für Selbstständige:
- Nachweis LSB-Gewerbe in Form des GISA-Auszugs
- und für Angestellte:
- Lebens- und Sozialberatungs-Diplom
- plus Nachweise für Gewerbezugang “alt”
- plus Nachweis einer facheinschlägigen Anstellung (für Validierung von 60 ECTS)
Rund um das Studium
Bewerbung
Was müssen Sie für die Aufnahme in das Bachelor-Upgrade Psychosoziale Beratung mitbringen? Erfahren Sie, welche Voraussetzungen für eine Zulassung gelten, welche Dokumente Sie für Ihre Bewerbung benötigen und wie das Aufnahmeverfahren abläuft. So wissen Sie, welche Schritte bis zum Studienbeginn auf Sie zukommen.
Studieninhalte
Berufserfahrung trifft wissenschaftliches Know-how: Im Bachelor-Upgrade Psychosoziale Beratung knüpfen Sie an Ihre bisherigen Qualifikationen an und ergänzen diese durch jene fachlichen, wissenschaftlichen und methodischen Inhalte, die Ihnen noch zum Bachelorabschluss fehlen.
Anrechnungen
Beim Bachelor-Upgrade Psychosoziale Beratung zählt auch das Wissen, das Sie bereits mitbringen. Im Rahmen eines individuellen Validierungsverfahrens wird festgestellt, welche Kompetenzen aus Ihrer Ausbildung, beruflichen Praxis oder früheren Studienleistungen anerkannt werden können. Wie diese Prüfung funktioniert und was Sie dabei beachten müssen, erfahren Sie hier.
Finanzielles
Welche Kosten kommen beim Bachelor-Upgrade auf Sie zu? Hier erhalten Sie einen Überblick über die Studiengebühren, mögliche Zahlungsmodelle und die Finanzierung durch Dritte. So können Sie die finanziellen Aspekte Ihrer Weiterbildung frühzeitig berücksichtigen und passende Möglichkeiten für sich prüfen.
Kooperationspartner
Das BFI Wien prägt als zertifizierte Erwachsenbildungseinrichtung seit über drei Jahrzehnten die heimische Bildungslandschaft. Mit unseren vielfältigen und flexiblen Lernangeboten eröffnen wir jedem die Chance auf persönliche und fachliche Weiterentwicklung. Unser Credo: Bildung. Freude Inklusive.
Kontaktperson beim BFI Wien
Mag. Renate Barth
Produktmanagement BFI Wien Ansprechperson
Jana-Sophie Fischer, BA MA
Studienleitung
Wissenschaftliche Leitung
Komm.-Rat OStR Univ.-Prof. Mag. Dr.
Andreas Schnider
Stellv. wissenschaftliche Leitung
Univ.-Doz. DDr. Barbara Friehs
Universität Graz